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Karnevalszeit in Navarra

Feste, Traditionen und interessante Termine / Karneval

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Carnavales In Navarra wird die Dunkelheit des Winters mit dem Trubel und der Farbenpracht seines Karnevals vertrieben und über das gesamte Gebiet ein weites Spektrum an Riten geboten.

Hexen, Bären, Gespenster aus mit Stroh gefüllten Sackleinen, Köhler, Riesen und Banditen mit Ruten füllen die Straßen vieler Dörfer und erwecken einige der überlieferten Tänze und magischen Rituale zum Leben. Die Magie, die Farbenpracht und die Tradition verschmelzen miteinander und bieten dem Besucher eine einzigartige Gelegenheit, die tief verwurzelten Sitten und Gebräuche der ländlichen Dörfer kennenzulernen.

Mischen Sie sich also unter die Menge und genießen Sie einen urigen und authentischen Karneval.

Wir stellen Ihnen einige der einzigartigsten Karnevals unserer Gemeinschaft vor:

•    Ituren und Zubieta: ein zum Gut von kulturellem Interesse erklärtes Fest. Die Zanpantzar oder joaldunak (Kuhglocken) dieser benachbarten Dörfer marschieren durch die Straßen geschmückt mit Jacken aus Schafspelz und kegelförmigen Hüten mit bunten Bändern. Sie schütteln ihre großen Kuhglocken in einem geräuschvollen und überwältigenden Takt mit dem Ziel, die bösen Geister zu vertreiben. Am Montag besuchen die Zanpantzar aus Zubieta das Dorf Ituren und am Dienstag verhält es sich genau anders herum und die Zanpantzar aus Ituren besuchen das Nachbardorf.

•    Lantz: Der Karneval des Dorfes wurde ebenso zum Gut von kulturellem Interesse gekürt. Dabei geht es vor allem um den Banditen Miel Otxin, der bei einer parodistischen Darbietung gefangen und verbrannt wird.

•    Altsasu-Alsasua: Deren Karneval ist als Fest von Touristischem Interesse anerkannt. Die Momotxorros sind die Hauptdarsteller in blutigen Kostümen mit großen Geweihen. Ihre Gesichter sind mit Pferdemähnen bedeckt und auf ihren Rücken tragen sie Kuhglocken, die für ein richtiges Getöse sorgen. Mit einer Heugabel verschrecken sie das anwesende Publikum. In Paraden tanzen sie zusammen mit anderen Figuren, wie die Hexen, die Mascaritas, die "Juantramposos" oder dem Ziegenbock.
 
•    Aoiz: Die engen Gassen dieser Stadt füllen sich an Karneval mit bunten Farben. Die jungen Burschen verkleiden sich als Cascabobos und tragen als auffälligstes Element den Ttuntturro, eine mit bunten Bändern geschmückten Mütze. Mit einer Augenmaske und etwas Stoff verdecken sie ihr Gesicht und am Körper tragen sie festgebundene Glöckchen. Mit dem sogenannten Stiefel (ein Stock an dem eine mit Tüchern gefüllte Strumpfhose oder Socke hängt) schlagen sie Passanten, die ihnen über den Weg laufen. Die jungen Damen verkleiden sich als Mascaritas und ihre Aufmachung fällt vor allem durch die auffällige Mütze mit dem großem Schleier auf, der ihre Gesichter verdeckt. Neben dem musikalisch untermalten Umzug (Kalejira) und dem Puzkabiltza (Zustammenstellung von Eiern und Chistorra-Wurst) wird die Straße Maldita eröffnet und gereinigt. Diese ist von nun an bekannt als Straße der Cascabobos und Mascaritas. Der Volkstradition nach geschah in dieser Straße ein Mord vor mehr als 70 Jahren und seitdem ist sie geschlossen. Nur während des Karnevals wird sie geöffnet, um den Umzug der Karnevalsfiguren zu sehen, die nach der Verbrennung von Ziriko und Kapusai (die Hauptakteure des tragischen Vorfalls) angezündete Fackeln tragen.

•    Bera: Männer und Frauen tauschen ihre Rollen. Für den Umzug der Inude ta artzaiak verkleiden sich die Männer als Ammen und die Frauen als Schäfer. Auf diese Weise marschieren sie als Paare durch die Straßen des Ortes.

•    Goizueta: Die wichtigsten Figuren sind zwei Köhler, die auf ihren Rücken einige aufgeblasene Weinschläuche tragen, die Frauen nachlaufen und zwischen zwei Reihen aus Makildantzaris oder Paloteados (Stocktänzer) tanzen. Zu gegebenem Zeitpunkt drehen die Köhler eine Pirouette und laufen davon, um dem unvermeidlichen Schlag der Stöcke der Tänzer zu entgehen. Die Köhler, deren Gesichter mit Ruß schwarz angemalt sind, verfolgen die Zuschauer mit der Absicht, ihnen das Gesicht zu beschmutzen.

•    Lesaka: Die Zaku-zaharrak sind Personen, die mit Stroh vollgestopfte Säcke tragen und ihre Gesichter mit Tüchern verdecken. Bei sich haben sie Pizontziak (aufgeblasene Blasen), mit denen sie während der Abenddämmerung andere durch die Dorfstraßen ziehende Menschen schlagen. Wenn sie sich ausruhen, setzen sie sich auf den Boden übereinander. Weitere Persönlichkeiten dieses Karnevals sind die Mairuak, Frauen mit Hüten, an denen bunte Bänder hängen, und die Goitarrak, in weiß gekleidete Männer und Frauen mit Baskenmütze und rotem Pullover, die ausgestattet mit kleinen Glöckchen rhythmisch mit ihren Kastagnetten klappern.

•    Unanu: Die Mamuxarros sind in weiß gekleidete Figuren, mit roter Schärpe auf der Taille, die mit einer metallenen Gesichtsmaske ihr Antlitz verdecken. Sie tragen ein großes farbiges Tuch auf dem Kopf und am Hals und sie drohen mit ihren großen Stäben und schlagen diejenigen, die nicht verkleidet sind. Es ist Sitte, dass sich ihre Opfer - meist junge Frauen - angesichts der drohenden Gefangennahme vor dem "Mamuxarro" niederknien und diesem einen Kuss auf das Knie geben, nachdem er ihnen das Kreuz auf die Stirn gemacht hat.

Die Uhrzeiten, Daten und Preise dienen nur zur Orientierung und sollten besser mit dem Betreiber geklärt werden.