Pelota
Dies ist zweifellos Navarras typischste ländliche Sportart, denn die Region war und ist Ursprung renommierter Pelota-Spieler, wie unter anderem der Manistas Retegui, Arretxe, Galarza, Bengoetxea, der Brüder Olaizola, Eugi, Martínez de Irujo oder Abel Barriola, des Schlagballspielers Óscar Insausti und der Remontistas Jesús Ábrego, Raúl, der Brüder Lecumberri, Kike Elizalde, Koteto Ezkurra oder Iñaki Lizaso.
Diese Tradition ist hier derart stark verwurzelt, das kaum ein Ort kein Pelota-Spielfeld besitzt. Zum Teil handelt es sich sogar um traditionsreiche Bauten, wie das überdachte Spielfeld „Trinquete“ in Elizondo. Allgemein kann auf allen Anlagen nach Voranmeldung gespielt werden .
Die bekanntesten Spielfelder sind das „Labrit“ in Pamplona und das „Euskal Jai Berri - Reyno de Navarra“ in der Ortschaft Huarte, unweit der Regionshauptstadt. Dort werden Turniere in verschiedenen Klassen und Varianten ausgetragen; im ersten Turnier nur mit der Hand (pelota a mano), mit einem Schläger (pelota a pala) oder mit einem Korbschläger (remonte), während bei dem zweiten Turnier vor allem mit dem Korbschläger gespielt wird, also in einer bereits über hundert Jahre alten Modalität, die ursprünglich aus Pamplona stammt. Jede dieser Spielarten bietet ein besonderes Schauspiel mit unterschiedlichen Ausrüstungen und Anlagen, jedoch immer mit dem Pelota-Ball, der auch heute noch in Handarbeit gefertigt wird.
Dort werden Turniere in verschiedenen Klassen und Varianten ausgetragen: nur mit der Hand ( pelota a mano ), mit einem Schläger ( pelota a pala ), mit einem korbähnlichen Handschuh ( cesta punta ), im geschlossenen Spielfeld ( trinquete ), in einem über 36 m langen Spielfeld ( remonte ), usw. Jede dieser Spielarten bietet ein besonderes Schauspiel mit unterschiedlichen Ausrüstungen und Anlagen, jedoch immer mit dem Pelota-Ball, der auch heute noch in Handarbeit gefertigt wird.
Zu den bekanntesten nicht offiziellen Wettkämpfen zählt das von August bis Oktober auf dem Spielfeld "Leku-Ona" in Mezkiritz veranstaltete Turnier "bost kirol", dessen baskischer Name "fünf Spiele" bedeutet (wegen der dort ausgetragenen fünf Varianten: paleta goma, paleta cuero, pala corta, xare und mano). Ebenfalls sehr beliebt ist das von April bis August organisierte "guante/laxoa" in Baztán und die "Regata de Bidasoa".
Wie bei anderen ländlichen Sportarten ist auch das Pelota-Spiel mit einem Wettphänomen verknüpft. Diese alte Tradition, bei der früher sogar Grundstücke, Vieh und Gehöfte eingesetzt wurden, ist ein einzigartiger Bestandteil des sportlichen Schauspiels und erreicht ihren Höhepunkt beim Handspiel-Finale.
Als Zuschauer muss man bei größeren Spielanlagen Eintritt zahlen, der je nach Wettkampf und Spielklasse unterschiedlich hoch ausfällt. Meist liegt er zwischen 10 und 50 Euro, doch bei wichtigen Finalkämpfen können die Preise mitunter sogar das Dreifache betragen.
Praktische Informationen