Höhlenkunde
Das Karstphänomen tritt am stärksten im Nordosten und im Westen der Region auf. Die wichtigsten Höhlen liegen in den Kalkgebirgen Aralar und Urbasa und natürlich in Larra, wo sich einige der größten Erdspalten Europas befinden, beispielsweise der über 1.300 m tiefe Schlund von San Martín.
Jede Höhle besitzt eine andere Struktur und eigene Felsformationen, welche die Begehung ihrer Gänge unterschiedlich schwierig gestalten. Daher kann man keine allgemeingültigen Informationen über Navarras Höhlen bieten und muss jeweils spezifische Angaben machen. Einige der meistbesuchten Höhlen sind:
- Los Cristinos: Eine der schönsten Höhlen der Gebirgskette von Urbasa.
- Auandi: Liegt ebenfalls im Urbasa-Gebirge und enthält mit Stalaktiten überhangene Seen.
- Tximua („Affe“ auf Baskisch): Die Höhle trägt ihren Namen aufgrund einer affenähnlichen Felsformation und hat auch zahlreiche Stalagmiten vorzuweisen. Die Erkundung gestaltet sich äußerst schwierig und erfordert umfassende Kenntnisse im Auf- und Abstieg in Höhlen. Diese Höhle befindet sich ebenfalls im Urbasa-Gebirge.
- Basaura: Diese Höhle liegt in der Gebirgskette Lóquiz und besteht aus zahlreichen Gängen sowie Mäandern des Flusses, der sie gebildet hat. Einige Stellen sind sehr schwierig zu erkunden und erfordern eine besondere Ausrüstung.
- Ormazarreta: Sie befindet sich um Aralar-Gebirge und weist genau wie die Tximua-Höhle einen hohen Schwierigkeitsgrad auf. In ihr kann man wunderschöne, große Stalagmiten bestaunen.
Die Höhlen Arrarats, Aezkoa, Ezkaldo im Baztán-Tal oder die schwer zugängliche Ibón-Höhle im Roncal-Tal mit ihrer Stalaktiten-Halle sind nur einige Beispiele für die vielen Höhlungen in ganz Navarra.
Praktische Informationen