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Der Jakobsweg war und ist in Navarra der Weg schlechthin, die historische Verbindung, der Übertragungsweg von Traditionen. Er hat den Gebräuchen und dem künstlerischen Erbe der Region seinen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Navarra ist von Frankreich aus Eingangspforte und Wegekreuz, denn die beiden französischen Jakobswege, die von Orreaga/Roncesvalles und von Sangüesa aus kommen, vereinigen sich in Puente la Reina, führen weiter nach Estella und verlassen Navarra in Viana wieder.
Andere Wege mit jahrhundertelanger Tradition sind die Römerstraßen; in Cirauqui und Belate gibt es noch gut erhaltene Abschnitte. In Navarra gibt es außerdem zahlreiche kurze und lange Wanderwege. Einige verlaufen durch Wälder, an Stauseen entlang oder verbinden tausendjährige Höhlen. Andere führen uns zu Dolmen, überqueren Bäche oder folgen alten Eisenbahnstrecken, wie die Grünen Wege von Plazaola und Tarazonica.
Im Roncal-Tal beginnen andere Wege: Der Cañada Real, ein Weideweg, auf dem Herden von den Weiden in den Pyrenäen in die Ebro-Auen geführt wurden, und der Weg, dem lange Zeit die Flößer folgten, die die schwere Aufgabe hatten, das Holz aus dem Norden in den Süden der Region zu bringen.
Und in der Hauptstadt Pamplona gibt es einen aufregenden Weg voller Tradition und Leidenschaft: Die Strecke des Encierros, des Stiertreibens. Achthundert Meter sind es, die die Mutigsten bei den weltberühmten, vom 7. bis 14. Juni stattfindenden San Fermín-Festen vor den Stieren her rennen.