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Ruta del Románico en Navarra

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Santa María de Eunate
San Pedro de la Rua. Estella-Lizarra
Monasterio de Fitero
Santa María la Real. Sangüesa
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Santa María de Eunate Die Romanik ist ein Kunst- und Architekturstil, der sich im 11., 12. und 13. Jahrhundert vorwiegend in Europa entwickelte. Romanische Bauwerke sind in Navarra auf herausragende Weise vertreten. Das seinerzeit bedeutende Königreich Navarra (Reyno de Navarra) und seine Lage auf dem Jakobsweg, dieser spirituellen, kulturellen und künstlerischen Lebensader des Mittelalters, trugen zu diesem reichhaltigen Nachlass bei: Kirchen, Klöster, Kathedralen und Bauwerke der profanen Architektur erfreuen die Liebhaber dieses Kunststils. Romanische Gebäude zeichnen sich durch ihre starken Mauern und Strebepfeiler aus, aber auch durch das spärliche Licht, das durch ihre Öffnungen einfällt und zur zurückgezogenen Andacht einlädt. Weitere bauliche Schlüsselelemente sind der Halbkreisbogen, das Tonnengewölbe und die nüchternen Ornamente, vorwiegend auf Kapitellen und Portalen, die manchmal in ausgeklügelte und amüsante steinerne Altaraufsätze übergehen. Die Route der Romanik (Ruta del Románico) in Navarra umfasst 54 als Orte von kulturellem Interesse erklärte Sehenswürdigkeiten, die im Folgenden - von Nord nach Süd geordnet - vorstellen
PYRENÄEN


  1. Kapelle San Miguel in Excelsis (Uharte Arakil): In der Gebirgsregion der Sierra de Aralar steht dieses von einem atemberaubenden Panorama umringte Gotteshaus. Sein romanisches Altarbild gilt als ein Meisterwerk der europäischen Mal- und Glasurkunst. Außerdem ist San Miguel ein bekanntes spirituelles Zentrum in Navarra.
  2. Kloster Santa María de Zamarce (Uharte Arakil): Ganz in der Nähe der oben genannten Kapelle steht die Kirche, das einzige erhaltene Gebäude des ehemaligen Klosters, an der Römerstraße von Astorga nach Bordeaux. Hervorzuheben sind die Kapitelle im Innenraum und das enorme romanische Portal.
  3. Silo de Carlo Magno (Kapelle Karls des Großen in Orreaga/Roncesvalles), auch Capilla del Santo Spiritus (Heiliggeistkapelle) genannt, ist das älteste Gebäude im Komplex der Stiftskirche von Roncesvalles. Nach der Legende ist diese Kirche auf der von einem Tonnengewölbe gedeckten Krypta errichtet, in die der besiegte Heerführer Roldán sein Schwert bohrte.
  4. Nuestra Señora de Muskilda (Ochagavía): Umringt von einer beeindruckenden Landschaft in über 1000 Metern Höhe und nur vier Kilometer vom malerischen Ochagavía entfernt erhebt sich diese zurückhaltende und elegante Kapelle mit ihren charakteristischen Zügen der Pyrenäen-Architektur.
  5. Kapelle der Santa María (Arce): Unweit vom Stausee Itoiz ähnelt diese Landkapelle in ihrer ästhetischen Gestaltung anderen Gotteshäusern im ländlichen Navarra, wie Echano, Artáiz oder Gazólaz.
  6. Kirche San Martín (Artáiz): Dieses im Unciti-Tal gelegene Gotteshaus ist eines der schönsten Beispiele der ländlichen Romanik in Navarra. Der Reiz dieser Kirche liegt in ihren reichhaltigen und gut erhaltenen Skulpturen aus der Hand verschiedener Künstler.
  7. Santa Fe-Basilika (Urraul Alto): Hier findet der Besucher ein herausragendes Beispiel der spätromanischen Architektur Navarras. Die Kirche bildet nur einen Teil dieses erstaunlichen, alleine stehenden Gebäudekomplexes, der außerdem auch einen Kreuzgang, einen Getreidespeicher und ein einladendes Landhotel umfasst.
  8. Santa María del Campo-Kapelle (Navascués): Diese von der Romanik aus Jaca beeinflusste Kirche ist ein weiteres schönes Beispiel der ländlichen Romanik. Besonders hervorzuheben sind ihr mitten auf dem Kirchenschiff errichteter gewagter Glockenturm und ihre bildhauerisch gearbeiteten Kragsteine mit Motiven weltlicher Themen, die mit dem Kloster von Leyre in Zusammenhang stehen.
  9. Kirche des San Martín de Guerguitiaín (im verlassenen Dorf Guerguitiaín): Wie auch im Gotteshaus von Vesolla findet man auf einem Kapitell dieser schlichten Kirche des verlassenen Ortes die unverwechselbare Handschrift des Meister-Steinmetzes Petrus "Petrus me fecit".
  10. Kirche von Vesolla (im verlassenen Dorf Vesolla): Am Fuße des Peña de Izaga betrachten sich die beiden verlassenen Siedlungen Vesolla und Guerguitiaín gegenseitig. In der Kirche von Vesolla ist das ebenso vom Steinmetz Petrus kreierte und mit reichhaltigen Motiven von Pflanzen, Gesichtern und Vögeln verzierte Portal hervorzuheben.

BECKEN VON PAMPLONA
  1. Kloster von Yarte (Lete de Iza): Dieses Kloster - eines der unbekanntesten in Navarra - gehörte bis zur "Desamortisation" (Überführung von Kirchengütern in staatliches oder privates Eigentum) zum Kloster Iratxe. Heute sind die ursprünglichen Bauwerke nicht mehr erhalten. Neben der romanischen Kapelle Santa María de Yarte findet der Besucher einige Gebäuderuinen.
  2. Kirche von San Esteban (Eusa): Etwas versteckt gelegen eröffnet sich dem Besucher eine der schönsten Kirchen Navarras mit Säulengang. Besonders die drei Kragsteine am Hauptportal des Gangs ziehen die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich.
  3. Santa María-Kathedrale (Pamplona): Nach der Zerstörung des ursprünglichen romanischen Baus errichtete man an gleicher Stelle die heute erhaltene gotische Kathedrale mit ihrer ernsten neoklassizistischen Fassade. Noch heute sind sich romanische Elemente vorhanden, darunter die Jesus-Christus-Kapelle und das Tor der Kellermeisterei. Zwei vorzüglich gearbeitete, auch im Museum von Navarra ausgestellte Kapitelle sind besonders hervorzuheben.
  4. San Nicolás-Kirche (Pamplona). Im historischen Stadtkern von Pamplona liegt dieses Gotteshaus, das als eine der wenigen Kirchen der Stadt noch romanische Überreste beherbergt. Ihre dicken Mauern und Gitter und der einzig verbliebene der ursprünglich drei Aussichtstürme bezeugen, dass sie einst vor allem als defensive militärische Festung diente.
  5. Archivo Real y General de Navarra (Königliches und allgemeines Archiv, Pamplona): Einst war dieses Bauwerk eine Residenz von Königen, Vizekönigen und Heerführern. Nach seinem Umbau gemäß den Projektplänen von Rafael Moneo befindet sich heute hier das Archiv von Navarra. Unter den romanischen Überlieferungen sind zwei Palastwände und ein Ausstellungsraum mit Deckengewölbe im spätromanischen Stil zu nennen.
  6. Magdalena-Brücke (Pamplona): Über diese Brücke führt der Jakobsweg nach Pamplona; ihr Baustil gleicht der Brücke von Puente la Reina. Im 15. Jahrhundert ersetzte man die ursprünglichen Halbkreisbögen durch spitzere Bogenkonstruktionen. An einer Seite der Brücke empfängt ein Kreuz mit einem Jakobsbild die Pilger.
  7. San Pedro-Brücke (Pamplona). Diese Brücke möglicherweise römischen Ursprungs gilt als älteste Brücke der Stadt. Ihr heutiges Aussehen ist das Ergebnis der Veränderungen, die sie im Mittelalter erfuhr. Sie besitzt drei Halbkreisbögen und neben ihr ist ein Kreuz aufgestellt, das an der Brücke der Santa Engracia ihr identisches Gegenstück findet.
  8. Santa María-Kirche (Gazólaz). Dieses direkt am Jakobsweg gelegene Bauwerk verfügt über eine Säulen-Vorhalle im spätromanischen Stil und reich verzierte Kapitelle.
  9. Sanjuanista-Kirche (Cizur Menor). Es handelt sich um ein ehemaliges Kloster und Krankenhaus der Pilger des Johanniterordens, auch als Malteserorden bekannt. An diesem im spätromanischen Stil erbauten Festungskomplex dominiert das Portal mit seinem im Giebel angebrachten Christusmonogramm.
NAVARRA MEDIA (mittleres Navarra)
  1. Kloster der Santa María de Irantzu (Abárzuza). Dieses wunderschöne, vom 12. bis 14. Jahrhundert errichtete Zisterzienserkloster wird heute von Theatinermönchen bewohnt. Seine Stiftskirche Santa María vom Ende des 12. Jahrhunderts überrascht den Besucher durch ihre besonderen Lichtverhältnisse.
  2. San Miguel-Kirche (Estella-Lizarra). Der Bau dieses damals eindeutig als Festung bestimmten Gotteshauses begann zu Ende des 12. Jahrhunderts auf einer Erhebung. Nach einer Vielzahl späterer Veränderungen bildet dieses Gotteshaus heute eine Mischung unterschiedlicher Volumina und angeschlossener Bauten. Unter anderem sind die drei Apsiden an ihrer Kopfseite und das herrliche Nordtor erhalten, dessen bildhauerischer Reichtum das gesamte Bauwerk krönt.
  3. San Pedro de la Rúa-Kirche (Estella-Lizarra). Von einer Anhöhe aus beherrscht dieses Bauwerk die Stadt. Ihr Kreuzgang gilt als eine der reichsten bildhauerischen Überlieferungen der Romanik in Navarra. Außerdem besitzt die Kirche ein schönes Portal aus dem 13. Jahrhundert, einen beeindruckenden Turm, ein romanisches Chorgestühl und eine Reihe romanischer und gotischer Skulpturen.
  4. Palast der Könige von Navarra (Estella-Lizarra). Das einzige weltliche romanische Gebäude Navarras stammt aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts. Es empfängt den Besucher mit seiner wundervollen, fein gearbeiteten, aus drei Teilen bestehenden Fassade. Zwei Säulen umrahmen die Fassade an ihren Seiten, und eines ihrer beiden wundervollen, mit historischen Darstellungen geschmückten Kapitelle stellt den Kampf des Heerführers Roldán mit dem Riesen Ferragut dar. Heute beherbergt das Gebäude das Gustavo de Maeztu-Museum.
  5. Santa María Jus del Castillo-Kirche (Estella-Lizarra). Dieses im 12. Jahrhundert errichtete Gotteshaus ist mit der jüdischen Vergangenheit des Ortes verbunden. Das mit einem Sterngewölbe gedeckte Kirchenschiff besteht aus drei voneinander abgehobenen und durch romanische Pfeiler getrennten Abschnitten. Nach seiner Restauration wandelte sich dieses Gebäude zu einer Informationsstelle (Interpretationszentrum) über die Romanik und den Jakobsweg.
  6. Kirche des Santo Sepulcro (Kirche des Hl. Grabmals, Estella-Lizarra). Im 12. Jahrhundert begann der Bau dieses Gotteshauses. Einerseits zählt seine Fassade zu den besten Beispielen der Bildhauerei der Gotik von Navarra und andererseits stammt die Apsis des Evangeliums-Kirchenschiffes aus der Romanik vom Ende des 12. Jahrhunderts.
  7. Kloster Iratxe (Ayegui). Dieses Gebäude beherbergte das erste Krankenhaus für Pilger in Navarra. Die Benediktiner begannen seinen Bau im 11. Jahrhundert. Im Laufe seiner Geschichte war es Universität, Kriegskrankenhaus und geistliche Schule. Seine Kirche besitzt eine romanische Kopfseite und ihr Hauptvolumen ist im Stil der Zisterzienser errichtet. Auch das Hauptportal und das San Pedro-Portal sind romanisch.
  8. Santo Sepulcro-Kirche (Kirche des Hl. Grabmals, Torres del Río). Dieses im 12. Jahrhundert in achteckigem Grundriss errichtete Gotteshaus ist ein nüchternes, harmonisches Bauwerk. Es diente als Beerdigungskapelle und auch als Leuchtturm am Jakobsweg. Im Inneren der Kirche erinnert ein beeindruckendes Kreuzgewölbe an die hispano-muselmanische Kunst. Laut einigen Historikern könnte das Gewölbe ein Werk der Tempelritter sein.
  9. Kirche des San Andrés de Learza (Etayo). Dieses wunderschöne, in rötlichen Tönen gehaltene Gotteshaus lässt sich in die Spätromanik einordnen und überschaut den zurückgezogenen Platz des Señorío de Learza von einem Hügel aus. Seine im Stil der Zisterzienser errichteten Bögen sind leicht angespitzt, und im Innenraum ist ein romanisches Taufbecken hervorzuheben.
  10. Turm von Arellano: Dieser Wachturm aus dem 12. Jahrhundert ist in geschlossener Prismaform mit quadratischem Grundriss errichtet und mit Schießscharten ausgestattet. Seine auf der Höhe des ersten Stocks angebrachte halbkreisbogenförmige Eingangstür ist mit großen Keilsteinen ausgestattet.
  11. Santa María de Eguiarte-Kirche (Lácar). Diese Kirche besteht aus einem einzigen Schiff in drei Abschnitten mit einer breiten Vierung und einer geraden Kopfseite; ihre Quadratpfeiler besitzen Kapitelle mit historischen Darstellungen. Besonders besticht ihre mit Halbkreisbögen, Holzträgern und Rechtecksäulen ausgestattete wunderschöne Vorhalle. An der Epistel-Mauer findet der Besucher ein reich gestaltetes romanisches Portal.
  12. Romanische Brücke (Puente la Reina). Diese im 11. Jahrhundert errichtete Brücke über den Arga ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Brücken Europas. Ihre sechs Halbkreisbögen ruhen auf prismaförmigen Pfeilern. Der am weitesten östlich liegende Bogen verläuft heute unterirdisch. In ihren Ursprungszeiten war die Brücke mit drei Wehrtürmen ausgestattet, und einer dieser Türme beherbergte das Renaissance-Bild der Jungfrau von Puy, der Hautfigur der Txori-Legende.
  13. Kruzifix-Kirche (Puente la Reina). Dieses von den Templern errichtete Gotteshaus liegt am Anfang der Rúa Mayor und umfasst ein romanisches und ein gotisches Schiff. Ihr romanisches Portal ist reich mit Ornamenten verziert; das Hauptmotiv bilden die Muscheln der Pilger.
  14. Santiago el Mayor-Kirche (Puente la Reina). Neben der im 16. Jahrhundert rekonstruierten Kirche sind vom ursprünglichen romanischen Gebäude einige Außenmauern und zwei schöne Portale erhalten. An einem der beiden Portale ist der maurische Einfluss zu erkennen.
  15. Santa María de Eunate-Kirche (Muruzábal). Dieses einsame, einfache, originelle und mysteriöse Bauwerk zählt zu den schönsten romanischen Kirchen am Jakobsweg. Mit seinem achteckigen Grundriss und dem rundherum verlaufenden äußeren Kreuzgang aus 33 Bögen gleicht sie keiner anderen romanischen Kirche. Auf den stark verwitterten Kapitellen ist dennoch die Dekoration mit Tieren, Köpfen und Pflanzen zu erkennen.
  16. Festungsring von Artajona. Diese mittelalterliche Festung passt sich meisterhaft an das Geländeprofil ihres Hügels an. Heute ist sie die wichtigste Festung ihrer Art im mittleren Navarra. Eine Mauer aus dem 11. Jahrhundert mit neun verbliebenen von den einst 14 zinnenbewehrten Türmen und ein äußerer Rundweg umringen das Innengelände.
  17. San Pedro ad Víncula de Echano-Kirche (Olóriz): Ein aus drei Abschnitten bestehendes und mit einem spitzen Tonnengewölbe gedecktes Schiff bildet dieses am Ende des 12. Jahrhunderts errichtete Gotteshaus. Seine Tür zeigt nicht wie damals üblich nach Süden oder Osten sondern nach Norden. Einzigartig ist diese Kirche wegen ihrer Bebilderung mit weltlichen Motiven.
  18. Getreidespeicher von Iracheta. Dieses Gebäude stammt aus dem 12. Jahrhundert oder von den Anfängen des 13. Jahrhunderts. Das Speicherhaus ist in Quaderbauweise errichtet und besteht aus zwei Räumen, deren unterer sich auf zehn Halbkreisbögen stützt, die wiederum auf starken Pfeilern ruhen. Ein Satteldach mit Schieferplatten deckt das Bauwerk, das zur Lagerung und Erstattung der Kirchensteuer in Form des diezmo (des Kirchenzehnten) diente.
  19. Santo Cristo de Cataláin-Kirche (Garinoain). An diesem zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichteten Gotteshaus, das ein Pilgerkrankenhaus am Jakobsweg beherbergte, ist der starke architektonische Einfluss der Romanik von Jaca erkennbar. Sein anmutiger Glockenturm mit drei Lichträumen ist ein Zwilling des Turms von Echano. Vom Kirchenäußeren sind besonders die Kopfseite und die Apsis hervorzuheben, die drei Fenster mit Halbkreisbögen und verzierten Kapitellen besitzt. Im Innenraum lässt sich das ursprüngliche romanische Mauerwerk beobachten, und auch das Taufbecken fügt sich in das stilistische Gesamtbild ein.
  20. Kirche und Krypta von San Martín (Orisoain). Im Jahr 1965 entdeckte man diese im 12. Jahrhundert erbaute Kirche wieder. Als eines unter nur vier Gotteshäusern in Navarra verfügt sie über eine Krypta. Dieses halbkreisförmige Gebäude besitzt sechs Säulen mit kräftigen und reich verzierten Kapitellen und ist von einem Ofengewölbe als Variante eines Tonnengewölbes gedeckt. Sein bildhauerisch meisterhaftes Portal besteht aus drei Halbkreisbögen, die auf reich mit Pflanzenmotiven und Schachbrettmustern der Jaca-Romanik dekorierten Stirnbögen ruhen.
  21. Asunción-Kirche (Olleta). Dieses Gotteshaus gehörte dem Johanniterorden und bildet ein wunderschönes Beispiel der ländlichen romanischen Architektur der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Es besteht aus einem einzigen Schiff und besitzt in der Apsis drei konisch zulaufende Fenster und ein wunderschönes Christusmonogramm im Portalgiebel. Sein Kuppelgewölbe endet oben in einer kleinen Lichtkammer aus verkürzten Bögen.
  22. San Martín de Tours-Kirche (San Martín de Unx). Dieses reizende Beispiel der ländlichen Romanik in Navarra bietet einen wundervollen Ausblick auf die Umgebung. Neben dem Taufbecken verdienen auch die dekorierten Kapitelle und die romanische Krypta die Aufmerksamkeit des Besuchers.
  23. San Pedro-Kirche (Olite). Es handelt sich um das älteste Gotteshaus der Ortschaft. Diese Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Neben ihrem dreischiffigen Haus besitzt sie auch einen Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert mit Halbkreisbögen auf doppelten Kapitellen. Das elegante, schlichte, konisch zulaufende, halbkreisförmige Portal vereint romanische und gotische Elemente. Noch heute lassen sich Überreste der einst vielfarbigen Dekoration beobachten.
  24. San Adrián de Vadoluengo-Kirche (Sangüesa): Diese kleine, in Privatbesitz befindliche Kapelle ist eine weitere Vertreterin der ländlichen Romanik. Unter ihren einfachen Ornamenten sind insbesondere das Schachbrettmuster der Jaca-Romanik und die unterschiedlichen Kragsteine zu nennen.
  25. Santa María la Real-Kirche (Sangüesa): Die schlanken Linien dieses Gotteshauses markieren bereits den Übergang von der Romanik zur Gotik. Auf dem atemberaubenden Kirchenportal ist das Jüngste Gericht dargestellt. Dieser steinerne Altaraufsatz gilt als ein Meisterwerk der spanischen Romanik. Auch die Kopfseite und die von großzügigen Pfeilern getragenen Kirchenschiffe gehören neben anderen Bauelementen noch zur Romanik.
  26. Festungskirche Santa María de Ujué (Ujué). Am höchsten Punkt der Ortschaft erhebt sich elegant und kraftvoll diese Festungskirche romanischen Ursprungs. Ihr besonderer Wesenszug ist der ausgeprägte Charakter einer Verteidigungsfestung mit zinnenbewehrten Türmen, rundum verlaufenden Wegen und starken Strebewerken. Heute können wir als romanische Überlieferungen noch die dreiteilige Kopfseite, die dreifache halbkreisförmige Apsis, den Turm an der Kopfseite und die geschnitzte Jungfrau mit Christuskind bewundern.
  27. Santiago-Kirche (Sangüesa). Im Innenraum dieses schönen Vertreters der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik ist der Einfluss des Jakobswegs an den Verzierungen sehr deutlich zu erkennen, etwa an den Pilgerstäben, Muscheln oder Kürbissen. Das konisch zulaufende und leicht spitze Hauptportal und die dekorative Gestaltung der Kapitelle bezeugen ihren romanischen Ursprung.
  28. Kloster von San Salvador de Leyre (Yesa). In den Ausläufern des gleichnamigen Gebirgszugs steht dieses vom 11. bis 14. Jahrhundert auf einer ursprünglichen vorromanischen Kirche errichtete Kloster. Besonders hervorzuheben sind seine robusten Kapitelle und die schöne und originelle romanische Krypta. Ein weiterer Schatz dieses Klosters ist die puerta Speciosa, ein wundervolles Portal aus dem 12. Jahrhundert. Die äußeren Apsiden am Kopfteil, der innen liegende Kirchturm und das große Kirchenschiff zählen zu den frühesten mittelalterlichen Bauwerken Spaniens.
LA RIBERA (im Süden Navarras)
  1. La Oliva-Kloster (Carcastillo): Die weitläufige romanische Kirche dieses Klosters ist eines der sprichwörtlichen Vertreterinnen der Zisterzienserkunst in Spanien. Als besonders herausragend gelten der Kapitelsaal, einer der harmonischsten Säle seiner Art in Spanien, und der gotische Kreuzgang. An der Fassade aus dem 14. Jahrhundert kamen einige Elemente der vorherigen romanischen Fassade erneut zur Verwendung, so etwa das Christusmonogramm am Giebel und die Kragsteine am oberen Gesims.
  2. Ummauertes Gelände in Rada (Murillo el Cuende): Im Mittelalter erlangte dieser auf einem Hügel strategisch günstig gelegene befestigte Ort eine große defensive Bedeutung. Außer einer Schlossruine und einem etwa hundert Meter langen Mauerstück aus dem 12. Jahrhundert gibt es hier einen frühromanischen Rundturm und die San Nicolás-Kirche vom Ende desselben Jahrhunderts zu sehen.
  3. Kloster von Fitero: Das erste Kloster des Zisterzienserordens auf der Iberischen Halbinsel ist als eines der wenigen Klöster in eine Ortschaft eingebunden, und seine Großartigkeit überrascht den Besucher. Die Abteikirche besitzt einen Kopfteil mit einem Chorumgang, der vier Kapellen zählt - ein einzigartiges Element der Zisterzienser-Bauwerke in Spanien. Außerdem sind im Innenraum eine bedeutende Sammlung arabischer und mittelalterlicher Truhen und Kästchen sowie ein gotisches Reliquiar mit Glasurbemalung aus Limoges zu bestaunen.
  4. Santa María Magdalena-Kirche (Tudela). An das Hauptportal dieses Gotteshauses schließt sich ein aus drei Elementen bestehender schlanker Turm an. Unter den Bauwerken Tudelas ist diese Kirche die reinste romanische Vertreterin. Gemäß den Vermutungen erhebt sich das Bauwerk auf einer vormaligen mozarabischen Kirche. Hierauf führt man die leicht verschobene Lage des Kopfteils zurück.
  5. Santa María-Kathedrale (Tudela). Auf der Hauptmoschee der Stadt erbaute man im 12. Jahrhundert diese Kirche mit romanischem Grundriss. Sie teilt sich in drei Schiffe auf und besitzt drei Eingangstore. Das Südportal oder Portal der Jungfrau (portada de la Virgen) ist das älteste der drei Portale und ist romanisch, wie auch das nach der Santa María benannte Nordportal. Am beeindruckendsten zeigt sich jedoch das atemberaubend dekorierte Portal des Jüngsten Gerichts. Darüber hinaus besitzt diese Kathedrale einen interessanten und großzügigen romanischen Kreuzgang vom Ende des 12. Jahrhunderts.
  6. Kloster von Tulebras. Hier handelt es sich um das erste von den Zisterziensern in Spanien gründete Frauenkloster. Seine Kirche ist architektonisch in die Romanik einzuordnen, was besonders an den Portalen, dem Kirchenschiff und der Kopfseite zur Geltung kommt. Außerdem bietet das Klostermuseum eine sehenswerte Sammlung sakraler Kunst.
  7. Johanniterkirche (Cabanillas). Dieses schlichte Gotteshaus aus einem einzigen Schiff mit seinem schönen konisch zulaufenden Portal wurde im Zuge einer umfassenden Restauration wieder an seiner Originalstelle errichtet. Es war Zeuge der Mission gastfreundlicher Mönche, die sich hier um die Pilger kümmerten.
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Anmerkungen

Descárgate el libro publicado por el Gobierno de Navarra "El arte románico en Navarra".


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