Organisieren Sie Ihre Reise

Natividad-Kirche in Garísoain

Kirchen und Kapellen

Multimedia

Meteorologie


In der unvergleichlichen Kulisse des Guesálaz-Tals, rund 21 km von Estella-Lizarra entfernt und in der Nähe des Alloz-Stausees, erhebt sich eine der zauberhaftesten romanischen Kirchen der Umgebung. Wenngleich sie im 12. Jahrhundert errichtet wurde, geht ihr heutiges Erscheinungsbild auf die spätgotischen Umbauten zurück, die man im 16. Jahrhundert nach einem Brand durchführte, den nur die Mauern des einstigen Kirchenschiffs, das Portal und die Apsis überstanden. Da die Apsis nicht mit dem neuen Teil harmonierte, wurde sie durch einen vieleckigen Kopfteil ersetzt. Aus derselben Epoche stammen auch der prismenförmige Turm und die Sakristei, die beide einen rechteckigen Grundriss aufweisen.

Besonders bedeutend ist jedoch der Umstand, dass die Kirche ein großartiges Museum über Bernabé Imberto ist, der ein hervorragender Schüler des romanistischen Bildhauermeisters Juan de Anchieta und im 16. Jahrhundert der beste Holzschnitzer Navarras war. Die fünf Retabel, die das Kircheninnere schmücken, sind tatsächlich bestes Werk. Sie entstanden im Auftrag von Don Juan de Guíndano nach dessen Besuch im Ort. Die fünf leeren Altartische an den Mauern erschienen ihm derart kärglich, dass er Bernabé Imberto um Hilfe bat. Das Ergebnis sind fünf Retabel, die in unterschiedlicher Größe, jedoch nach gleichen Kriterien entstanden und vornehmlich vertikal und dynamisch gestaltet sind. Das Hauptretabel mit seiner detaillierte, originellen Komposition auf drei Ebenen stellt Mariä Geburt ("Natividad") dar, während die anderen vier Retabel den Heiligen gewidmet sind, die in der Umgebung des Ortes auf eigene Kapellen zählten: Santa Catalina, San Idelfonso, San Cristóbal und San Quiricio, neben dessen Kapelle ein romanischer Altarstein auf prähistorische Siedlungen verweist.

Die Restaurierungs- und Dekorationsarbeiten an der Kirche wurden erst von den Anwohnern ermöglicht. Sie leisteten zwei Jahrhunderte lang erhebliche finanzielle Beiträge, mit denen die Steinmetze, Bildhauer und Maler bezahlt wurden. Neben diesen Pflichten besaßen die Ortsbewohner aber auch Rechte wie das Patronatsrecht, demzufolge sie den Kirchenvorstehern den Abt und die Benefiziate vorschlugen.

Die Menschen aus Garísoain hingen so sehr an ihrer geliebten Kirche, dass einige auch in ihr bestattet werden wollten. So ordnete der bischöfliche Visitator 1598 die Einrichtung von fünf Grabreihen mit jeweils acht Gräbern an, damit die 36 Anwohner gegen Bezahlung ihre letzte Ruhe in der Kirche finden konnten. Nachweislich zahlten 16 dieser Anwohner den damals bestimmten Betrag und ruhen seitdem in der Natividad-Kirche in Garísoain.

Am besten erkundet man die Kirche im Rahmen einer Führung, die auch die benachbarte Kirche "San Román de Arzoz" einschließt, und genießt abschließend einen Pincho-Happen mit einem Glas Cidre.

Lage

Öffnungszeiten

Todo el año: acceso mediante visita guiada concertada. **Misa: domingos, a las 11:00.

Führung

Beschreibung: además de la visita guiada, existe la posibilidad de degustar un pincho de tortilla de bacalao y sidra de la sidrería Etxesakan.

Besichtigungspreis: 2€. Visita a la iglesia con degustación de pincho y sidra, 4€.

Betreiberfirma: Tierras de Irantzu-Irantzuko Lurrak, 646 185 264 - 620 581 343.

Öffnungszeiten - Todo el año: concertar con antelación.

Die Uhrzeiten, Daten und Preise dienen nur zur Orientierung und sollten besser mit dem Betreiber geklärt werden.