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Das Valle de Lana und seine Köhler

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Carbonera en Viloria. Valle de Lana
Ulibarri. Valle de Lana
Viloria. Valle de Lana
Carbonera de Lana

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Carbonera en Viloria. Valle de Lana
Das Tal Valle de Lana liegt im westlichen Teil Navarras, 72 Km. von Pamplona entfernt. Seine geografische Abgeschiedenheit und seine kalten Winter haben zu seinem Beinamen das Russland Navarras geführt. Es ist eines der verborgensten und unbekanntesten Täler der Region, ein Ort, an dem es schein, die Zeit sei stehen geblieben. Mit den Kalksteinhängen der Sierra de Lokiz im Hintergrund, besteht das Valle de Lana aus fünf kleinen Dörfern, die sich um ihre jeweiligen Kirchen herum gruppieren: Viloria, Narcué, Ulibarri, Galbarra und Gastiain. Eine hervorragende Art, die paradigmatischen Ecken dieses Tals kennenzulernen, besteht in einer Wanderung von irgendeiner ihrer fünf Gemeinden aus.

Der Zugang zum Tal befindet sich genau in dessen Hauptstadt, in Galbarra. Von hier gelangt man nach Ullibarri, das mit seinem speziellen Charme, seinen Steinhäusern und seinem erhaltenen alten Waschplatz das gepflegteste Dorf ist. Zweifellos aber ist Viloria bekannter. Schauplatz des Films Tasio von Montxo Armendáriz. Ein Film über das harte Leben der Köhler, die früher monatelang in den Bergen hausten. Und es war kein Zufall, dass der Cineast diesen Ort als Schauplatz gewählt hat, denn hier im Valle de Lana wird das alte Handwerk noch ausgeübt, und es wird immer noch Holzkohle auf traditionelle Weise hergestellt. Daher qualmen jeden Sommer auf "den Haufen" von Viloria (am Ortsausgang) wieder die Meiler.

Obwohl sie bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in den Pyrenäentälern und im Naturpark von Urbasa-Andía üblich war, ist nur noch das Valle de Lana übrig geblieben, wo diese Praxis beibehalten worden ist. Die Vorgehensweise hat sich seit Jahrhunderten nicht geändert. Alles beginnt mit dem Sammel von Holz und endet mit dem Verkauf des Brennstoffs. Die Holzkohle, die früher die Eisenhütten versorgte, wird heute hauptsächlich für die Grillfeuer verwendet. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass heute die Meiler im Ort aufgerichtet werden und nicht mehr im Wald, weshalb die Hütten der Köhler jetzt leer stehen und auch deren Mahlzeiten abwechslungsreicher geworden sind, denn früher aßen sie nur Bohnen. Wie sie sich selbst erinnern: "Zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen gab es Bohnen".

Das Geheimnis, wie man Holzkohle erhält, besteht darin, dass das Holz nur erhitzt wird, denn würde es brennen, erhielte man Asche. Am häufigsten wird wegen ihrer Qualität Steineiche benutzt. Um einen Meiler zu errichten, werden zuerst die Scheite auf einen Kreis aus Erde gelegt, wobei die dicksten Scheite nach unten kommen, die dünneren darüber. Im Zentrum lässt man einen Hohlraum, der mit Stroh, Blättern oder Erde gefüllt wird. Danach fügt man die Glut in das Innere ein, damit das Holz langsam verzehrt wird. Je größer der Durchmesser des Meilers, desto länger dauert er Erhitzungsprozess. Die Farbe des Rauchs und die verbrannte Erde geben den optimalen Zeitpunkt der Erhitzung an. Man lässt dann den Meiler einige Tage abkühlen, anschließend wird der Meiler auseinander genommen, und man entzieht ihm die in Kohle verwandelten Holzscheite. Ein unvergleichliches Schauspiel, das aus dem Valle de Lana einen einzigartigen und etwas anderen Ort macht.
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Anmerkungen

El verano es la época de las carboneras.

Die Uhrzeiten, Daten und Preise dienen nur zur Orientierung und sollten besser mit dem Betreiber geklärt werden.