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Die Sierra de Urbasa

Berge und Sierras

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Balcón de Pilatos
Prados de Urbasa
Hayedo de Urbasa
Río Urederra
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Balcón de Pilatos
Vor Millionen von Jahren erfuhr das Relief der als Zunbeltz bzw. Lizarraga bekannten großen Hochebene eine tiefgreifende Veränderung: Eine gigantische tektonische Absenkung erzeugte eine enorme Spalte zwischen den bekannten Gebirgszügen Urbasa und Andía. So umrahmen beide Gebirge zwischen den vom Atlantik bzw. Mittelmeer beeinflussten Landstrichen Navarras einen weitläufigen Naturpark im Westen der Foralgemeinschaft.

Weiden und dichte Buchenwälder wechseln sich in dieser idyllischen, geschützten Naturlandschaft ab, die am Südrand abrupt in das Améscoas-Tal abfällt und so eine eindrucksvolle natürliche Aussichtsplattform über dem Ursprung des Flusses Urederra bildet.

In den Besucherzentren erfährt man Wissenswertes über diesen Naturpark, seine Erholungsgebiete, die Infopunkte, die Flora und Fauna und die markierten Wanderwege, die dem Besucher die Schönheit der Waldgebiete und Felslandschaften zeigen. So taucht man ein in die Vergangenheit der Megalithkultur und in den Alltag, den Jäger, Hirten, Holzfäller und Köhler in dieser Gegend über Jahrhunderte hinweg geführt haben. Die Megalithen-Fundstätte im Urbasa-Gebirge ist nicht ausgeschildert, was den Zugang erschwert.

Der Urbasa-Andía-Naturpark befindet sich im Westen Navarras und wird von den Gebirgszügen Urbasa und Andía gebildet. Die Landstraße NA-120 verbindet Etxarri-Aranatz mit Estella-Lizarra und verläuft durch das Andía-Gebirge. Am Kilometer 20, nur wenige Meter von der Straße entfernt, verläuft eine jahrtausendealte Römerstraße, die Valdega mit dem Arakil-Tal verband. Dieser Gebirgszug bietet den Besuchern eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten des Parks: das Iranzu-Kloster.

Auf der Landstraße NA-7183 zwischen Olazti/Oazagutía und Estella-Lizarra kann man das Urbasa-Bergmassiv überqueren. Entlang der Strecke findet man an vielen Orten Parkplätze. Am Nordrand liegt das Besucherzentrum, und im Süden führt uns die Borda de Severino - als Borda werden hier die Hütten und Unterstände für die Hirten und ihre Herden bezeichnet - , in der ebenfalls ein Besucherzentrum eingerichtet wurde, das Leben der Hirten vor Augen. Hier wurde ein Kohlenmeiler nachgebaut, der an die traditionelle Verwendungszwecke des Urbasa-Gebirges erinnert. Zahlreiche Dolmen, Menhire und Cromlechs sind stumme Zeugen der Menschen, die hier schon seit 100.000 Jahren leben.

Der Naturpark verfügt über mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man herrliche Ausblicke genießen kann, wie z. B. der Balcón de Pilatos oberhalb der Senke des Urederra-Ursprungs (erreichbar von der NA-718 aus), der Mirador de Lizarraga (von der N-120 aus erreichbar) und die Aussichtsplattform am Urbasa-Palast (erreichbar auf der NA-718).

Etwa 70 % der Fläche sind von beeindruckenden Buchenwäldern bedeckt, die mit anderen Baum- und Straucharten wie Eiben, Wacholder und Kiefern durchsetzt sind. Auf den Freiflächen in 1.000 m Höhe macht der Wald großen Weiden mit Erika und Kreuzdorn Platz, auf denen man oft Pferde und Schafe weiden sehen kann. Aus der Schafsmilch wird übrigens der köstliche Idiazábal-Käse hergestellt.

In diesem Naturpark sucht man umsonst nach Bächen und Flüssen. Das Kalkgestein ist wasserdurchlässig, und so versickert das Wasser durch zahlreiche Erdlöcher und Spalten im Untergrund. Deshalb ist diese Gegend auch ein Paradies für Höhlenforscher. Mitunter treten die unterirdischen Ströme in Wasserfällen zutage. Besonders eindrucksvoll sind die Quellen des Flusses Urederra im Urbasa-Gebirge (Anfahrt ab Baquedano) und die des Ubagua im Andía-Gebirge (Anfahrt ab Riezu). Beide Gebiete können auf einfachen Wanderwegen erkundet werden.

Im Naturpark gibt es noch weitere ausgeschilderte Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die zu den Sehenswürdigkeiten führen. Die bekanntesten Wege lauten:
- Die Quellenroute (Urbasa) ist ein 4,5 km langer Rundweg, der von der Borda de Severino seinen Ausgang nimmt und ohne nennenswerte Höhenunterschiede zu mehreren Quellen und schönen Aussichtspunkten führt.
- Die Hirtenroute (Urbasa) ist 7,6 km lang. Dieser gut begehbare Wanderweg durchquert Wälder und Lichtungen und erlaubt es dem Besucher, die Gepflogenheiten der Viehwirtschaft von Urbasa kennenzulernen. Er beginnt am Besucherzentrum und endet an der Borda de Severino.
- Der Bergwanderweg (Urbasa) ist 3,8 km lang und führt zur höchsten Erhebung im Norden der Bergkette (1.113 m). Er besitzt einen mittleren Schwierigkeitsgrad, beginnt am Besucherzentrum und verläuft entlang des ehemaligen Salzwegs, auf dem früher Salz aus der nahegelegenen Ortschaft Salinas de Oro abtransportiert wurde.
- Der "Dulantz y Cañón del Iranzu" (Andía) ist ein 18,6 km langer Rundweg, der in der Nähe des Iranzu-Klosters anfängt und zunächst am Fluss entlang verläuft, bevor er durch dichte Wälder bergauf bis zum Gipfel des Dulantz führt.

  • Empfohlene Route zur Erkundung der näheren Umgebung der Gebirge Urbasa und Andía.
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    Lage

    Öffnungszeiten

    Otoño: Centro de Información de Urbasa.

    • Cerrado hasta Semana Santa 2018: consultar  la página web del Parque Natural de Urbasa - Andía (www.parquedeurbasa.es).

    Führung

    Betreiberfirma: Urbasa abentura (677 264 559-610 431 999) y Mirua (608 560 369-948 464 831)

    Die Uhrzeiten, Daten und Preise dienen nur zur Orientierung und sollten besser mit dem Betreiber geklärt werden.

    Praktische informationen