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Das Aquädukt von Noáin

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Acueducto de Noáin

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Acueducto de Noáin
Ende des 18. Jhs. trauten die Navarrer ihren Augen nicht, als sie das Wasser durch die endlos lange, auf Steinbögen gestützte Wasserrinne fließen sahen. Sie führte das Wasser dem Brunnen zu, den Luis Paret für die Stadt Pamplona gestaltet hatte. Wie beim Guadiana, so fließt auch hier das Wasser unsichtbar von der Subiza-Quelle am Fuß der Sierra del Perdón bis in den Süden der Stadt.

Das Projekt für das Aquädukt von Noáin wurde vom Hofarchitekten Ventura Rodríguez entworfen. Im Jahr 1790 wurde das spektakuläre Großprojekt eingeweiht, mit dem das Wasser auf einer Länge von 16,5 km kanalisiert wurde.

Der bekannteste Teil des Aquädukts ist der 1245 m lange Abschnitt hinter der Ortschaft Noain, der einst auf 97 Bögen aus Natur- und Ziegelsteinen ruhte. Heute sind noch 94 Bögen erhalten, und die Wasserleitung ruht auf bis zu 18 m hohen Säulen.

Der englische Architekt Street, ein Theoretiker der spanischen Gotik, sagte über das Aquädukt von Noáin, es sei "auf Grund seiner schlichten und grandiosen Anlage eines der schönsten Europas".

Das Aquädukt, das die Reisenden nach Pamplona südlich der Stadt begrüßt, wurde von 1783 bis 1790 erbaut, es ist jedoch schon lange nicht mehr in Betrieb. 1859 musste für den Bau der Eisenbahnstrecke Pamplona-Castejón einer der Pfeiler weichen, und so führt die Eisenbahnstrecke nach Madrid heute unter dem Aquädukt hindurch. Beim Bau der Autobahn von Navarra im Jahr 1971 mussten zwei Bögen am Ende des Aquädukts vollständig entfernt werden. Heute ist das Bauwerk trotz diverser Restaurationsmaßnahmen unterschiedlich gut erhalten.

Im Jahr 1774 wurde die Bauleitung zunächst dem französischen Ingenieur Francisco Genci übertragen, dann übernahm jedoch Ventura Rodríguez die Verantwortung, der auch die klassizistische Fassade der Kathedrale von Pamplona konzipierte. Im August 1782 reichte er den Entwurf, die Projektbeschreibung und die zwölf Pläne ein, die unter der Leitung von Francisco Alejo Aranguren und Santos Angel de Ochandátegui gezeichnet worden waren. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 300 000 Pesos.

Das Aquädukt von Noáin ist länger als es von der Straße her scheint. Es beginnt an der Subizaquelle und führt über Tajonar, Badostáin und Mendillorri bis nach Pamplona. Das Teilstück zwischen Noáin und Tajonar verläuft auf der Länge von einem Kilometer unterirdisch unter der Sierra de Tajonar hindurch. Dort befinden sich acht Lüftungsschächte, von denen der längste bis in eine Tiefe von 68 Metern hinunterreicht. In einer Senke nahe dem Dorf taucht das Aquädukt wieder auf. Das anschließende Teilstück hat eine Länge von 580 m. Es ist 5 m hoch und wird von 12 in der Mitte angeordneten Steinbögen getragen. Der Hügel, auf dem der Ort Tajonar steht, ist ebenfalls untertunnelt. Das Aquädukt verläuft hier auf einer 300 m langen Strecke erneut unter der Erde und kommt erst bei Zolina wieder an die Oberfläche. Dort ist es nur wenige Meter sichtbar, ehe es erneut unter der Erde verschwindet und erst in Badostáin bei Pamplona wieder auftaucht.
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Todo el año: acceso libre.

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Anmerkungen:acceso gratuito.

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