undefined liegt am Jakobsweg. Hier gibt es viele Wegkreuzungen und ehemalige Grenzen aus dem Mittelalter. Das romanische Portal der
Kirche Santa María ist das bedeutendste Baudenkmal von Sangüesa. Sehenswert sind auch die
Santiagokirche, der Palast des
Prinzen von Viana und der
Vallesantoro-Palast, das
Carmen-Kloster und das Kloster San Francisco.
In 8 km Entfernung von Sangüesa steht die Javier-Burg. Hier
wurde San Francisco Javier, der Schutzpatron von Navarra und einer der herausragendsten Missionare des Christentums geboren. Von 1541 bis 1552 bereiste er viele Orte in Afrika, Asien und Ozeanien und betätigte sich als Vermittler zwischen den Kulturen des Abendlandes und des Morgenlandes. Die Burg wurde im 10. und 11. Jh. erbaut, und sie wurde zuletzt im Jahr 2005 beispielhaft restauriert.
Unweit davon liegt der
Yesa-Stausee, ein Paradies für Wassersportler, und das
Kloster San Salvador de Leyre. Es erhebt sich an den Ausläufern des gleichnamigen Gebirges inmitten einer schönen Landschaft mit herrlichem Ausblick. Das Kloster wurde im 11. - 14. Jh. auf den Grundmauern einer vorromanischen Kirche erbaut.
Sehenswert sind die romanische Krypta und die sog.
Puerta Speciosa, ein vollkommener romanischer Portikus aus dem 12. Jahrhundert.
In
Lumbier kann man das
Besucher-Informationszentrum der Schluchten von Arbayún und Lumbier besuchen. Es gibt Auskunft über die Natur dieser beiden beeindruckenden Schluchten, die das Wasser in die Erde gegraben hat. In beiden Schluchten kann man in Ruhe die Vögel beobachten, vor allem den majestätischen Flug der Gänsegeier.
Weiter nördlich, an der französischen Grenze bei Huesca, liegt das
Roncal-Tal. Seine sieben schönen Dörfer pflegen einige ganz besondere Traditionen. Um sie kennen zu lernen, sollte man das
Flößer-Museum (Museo de la Almadía) in Burgui, das
Julián Gayarre-Museum in Roncal und das
Käse-Museum in Uztárroz sowie das
Natur-Informationszentrum von Roncal ansehen.
Das Roncaltal grenzt im Norden an das Belaguatal und das
Naturreservat Larra. Dort kann man Skilanglauf betreiben oder die Gipfel der Berge
Mesa de los Tres Reyes (2422 m),
Anie (2507 m) oder
Ukerdi (2248 m) erklimmen.
GastronomieNeben seinen Baudenkmälern hat Sangüesa auch kulinarische Spezialitäten zu bieten. Dazu gehören die Alubias
pochas (weiße Bohnen), die Würste und das Gebäck aus Eidottern.
Roncal ist das Paradies des nach traditionellen Verfahren hergestellten Schafskäses mit eigener
DO und der sog. Migas de Pastor.
VeranstaltungenIn Sangüesa wird jedes Jahr am 6. Januar das Mysterium der Heiligen Drei Könige aufgeführt, eines der fünf
Mysterienspiele, die nach wie vor in Spanien aufgeführt werden, und an dem viele Bürger und vor allem Kinder mitwirken.
Im Roncaltal werden Feste gefeiert, an denen Hunderte von Besuchern teilnehmen. Seit 1992 findet gegen Ende April/Anfang Mai der
Tag der Flößer (Día de la Almadía) statt. An diesem Tag fahren die traditionellen Flöße aus zusammengebundenen Baumstämmen fünf Kilometer flussabwärts, wie es früher in der Gegend üblich war, als die Flöße vom Norden Navarras bis nach Zaragoza und Tortosa flussabwärts manövriert wurden.
Der
Tribut der drei Kühe ist ein Fest, das seit 1375 fast ohne Unterbrechungen jedes Jahr am 13. Juli am Grenzstein Piedra de San Martín in 1760 m Höhe gefeiert wird. Bei diesem Fest übergeben die Bürgermeister des französischen Baretous-Tals in einer feierlichen Zeremonie den Amtsträgern aus dem Roncaltal drei Kühe. Der Grund hierfür ist ein Abkommen, mit dem diverse Grenzstreitigkeiten um die Nutzung der Weideflächen und Brunnen für das Vieh ein Ende beigelegt wurden.