Hier ist Navarra

Wie an keinem anderen Ort Europas fließen in etwas mehr als 10.000 km² drei verschiedene biogeographische Regionen zusammen: die Alpine, die Atlantische und die Mediterrane Region. Das Ergebnis ist eine Artenvielfalt, die 9 unterschiedliche Ökosysteme hervorgebracht hat, von den verschneiten Gipfeln der Pyrenäen bis hin zu der überraschenden Wüstenlandschaft der Bardenas Reales.

Dieser natürliche Reichtum wird durch die geringe Bevölkerungsdichte und einem sozialen und wirtschaftlichen Wachstum begünstigt, der sich auf den Respekt gegenüber der Natur aufbaut. Die Umweltfreundlichkeit der Navarresen und die fortschrittliche Verwaltungspolitik, vor allem in der Verwendung erneuerbarer Energien, hat Navarra zu einem Vorreiter im Umweltschutz gemacht.

Selva de Irati en primavera

EINE NATÜRLICHE VERBREITUNG WIE IM MUSTERBUCH

Die Zahl der in Navarra katalogisierten Spezien in der Pflanzenwelt beträgt 33 % der gesamten spanischen Fauna und das in einem Gebiet, das oberflächlich nur 2% von ganz Spanien ausmacht. Ein Großteil der hervorragenden, gesunden Natur Navarras befindet sich in den gut erhaltenen Wäldern, in denen wichtige Wasserressourcen vorkommen (7.450 km an Flüssen). Aus diesen Gründen ist Navarra bei Ökotouristen sehr nachgefragt. 

Wichtige Exemplare der Tierwelt sind der Braunbär, der europäische Nerz, der Auerhahn, der Weißrückenspecht, der Otter, der Bartgeier, der Adler, der Schmutzgeier, der Aasgeier und die Rohrdommel. Auf 16 gefährdete Spezien wird ein besonderes Augenmerk gelegt.



Foz de Lumbier

MEHR ALS HUNDERT GESCHÜTZTE GEBIETE

In Navarra existiert ein ausgedehntes Netz an unter Naturschutz stehenden Flächen, das beinahe 50 % des Gebietes ausmacht: 3 vollständige Naturschutzgebiete, 38 Naturschutzflächen (wie die Schluchten von Lumbier und Arbaiun, Larra oder die Lagune von Pitillas), 28 natürliche Enklaven, 2 natürliche Erholungsgebiete, 13 Zonen des besonderen Vogelschutzes, 14 Schutzflächen wild lebender Tiere und 3 Naturparks (Señorío de Bertiz, Urbasa-Andía und Bardenas Reales, die 2000 zum Weltbiosphärenreservat erklärt wurden). Denen muss man die beiden Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung beimessen: die Lagune von Pitillas und den Las-Cañas-Stausee.



DIE 3 NATURSCHUTZGEBIETE

Navarra besitzt drei Naturschutzgebiete mit mehr als 60.000 Hektar: den Wald Señorío de Bertiz, die Sierra Urbasa, die Sierra Andía und die Bardenas Reales.






 

Señorío de Bertiz
Naturpark Señorío de Bertiz : einer der meistbesuchten Orte Navarras. In den westlichen Pyrenäen, am Flussufer des Flusses Bidasoa gelegen können wir in seiner 2.040 Hektar großen, strotzenden Vegetation Hirschen oder Eichhörnchen begegnen, den Gesängen der Amseln und dem Klappern des Spechts lauschen. Am Parkeingang befindet sich ein botanischer Garten mit 126 unterschiedlichen Pflanzenarten. Darunter sehr exotische Baumarten wie der Ginkgo aus China, der Sequoia aus Kalifornien und Kastanienbäume aus dem Balkan, sowie die Seerosen, Kamelien, Azaleen, und Bambusse. Ein Informationszentrum über Natur und ein schöner Palast runden den Besuch ab. Die heutige Pracht des Gebietes ist dank des letzten Herren von Bertiz, Pedro Ciga, entstanden, der das Grundstück der Regierung von Navarra überließ.


Raso de Urbasa

Naturparks Urbasa und Andía : Zwischen der atlantischen und mediterranen Seite von Navarra liegt die von Wiesen und dicht belaubten Buchenwäldern geprägte, idyllische Landschaft dieser Hochebene. Am südlichen Rand fällt sie abrupt ab in das Améscoas-Tal und bildet so eine eindrucksvolle natürliche Aussichtsplattform über dem Ursprung des Urederra, dessen türkise Gewässer man beim Wandern entlang des Flusses bestaunen kann. Das Wandern ist eine der üblichen Unternehmungen, um die wunderschönen Naturlandschaften zu genießen und etwas über das einstige Leben von Jägern, Hirten, Holzfällern und Köhlern zu lernen. Ein Ort voller Dolmen (Steinmonumente) und herrlichen Gegenden, an denen man für gewöhnlich frei grasende Schafe und Stuten sieht.



Bardenas Reales

Naturpark Bardenas Reales : hat die überraschende Landschaft einer Halbwüste, wo sich durch Wasser, Kalk und Ton verspielte Formen gebildet haben. Ihre beinahe mondförmig auftretende, beunruhigende Dürre inspirierte Maler, Schriftsteller und Filmemacher. Durch die Bedeutung ihrer natürlichen Schätze wurden sie von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. In den Bardenas Reales gibt es Aussichtspunkte wie den Alto de Aguilares oder den Balcón de Pilatos, eine außergewöhnliche Stelle, von der aus man Raubvögel beobachten kann. Ebenso finden Sie einzigartige Formationen wie den Castildetierra, Symbol des Parks, oder die Pisquerra, eine Parkgegend, die von Anhöhen, Unterbrechungen und manchmal illusionistischen Gebilden bestimmt wird.