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Veranstaltungskalender

Bei den Sanfermines findet die Fiesta auf den Straßen statt. Spontaneität und Veranstaltungskalender gehen in einander über. In der ganzen Innenstadt Pamplonas und zu jeder Tageszeit findet man unzählige Veranstaltungen für jeden Geschmack und jedes Publikum: Stiertreiben für die Mutigsten, Prozessionen für die Frömmsten, Riesenfiguren und riesenköpfige Spaßmacher für die Kleinsten und auch die Großen ' Veranstaltungskalender 2017.


Der böllerschuss

Die kleine Rakete, die abgeschossen wird um den Beginn des Sanfermín-Festes anzuzeigen, nennt man 'Chupinazo'. Am 6. Juli um punkt 12 Uhr drängen sich tausende von Menschen dicht an dicht auf dem Plaza Consistorial von Pamplona. In angespannter Stille, die nur gelegentlich von Gesängen, Schreien oder Viva-Rufen durchbrochen wird, wartet die weiß und rot gewandete Menge darauf, dass ein Mitglied des Stadtrates die Lunte der kleinen Rakete entzündet. Beim Ruf 'Pamploneser, Viva San Fermín, Gora San Fermín' explodieren die Emotionen und zur Begrüßung der einzigartigen, neun Tage dauernden Fiesta werden tausende roter Halstücher geschwenkt.

Die gottesdienste, der 'riau-riau' und die prozession

Am 6. Juli um 20 Uhr finden in der San Lorenzo-Kirche der feierliche Gottesdienst zu Ehren des heiligen Fermín statt. Seine Geschichte geht bis auf das 15. Jh. zurück und das dazugehörige musikalische Werk ist umfangreich. Bei diesem Festakt sind die prunkvoll gekleideten Mitglieder des Stadtrates zugegen. Bis vor einigen Jahren kamen die kommunalen Honoratioren zu Fuß vom Rathaus. Dieser Gang ist als Riau-Riau bekannt und wurde 1914 als Protest gegen die staatliche Gewalt zum ersten Mal vollzogen. Er wurde von hunderten von jungen Männern begleitet, die zum Klang des Liedes 'Vals de Astrain', auf dessen Kehrvers der Namen Riau-Riau zurückgeht, versuchten, die Stadträte aufzuhalten.  Während der ersten Jahrzehnte dauerte dieser Akt etwa eine Stunde, aber im Laufe der Jahre dauerte er immer länger, wurde sogar ganz unterbrochen und deshalb undurchführbar und im Jahr 1991 endgültig eingestellt.

Der 7. Juli ist der Tag des heiligen Fermín. Um 10 Uhr morgens findet die bei den Pamplonesern sehr beliebte Prozession statt. Neben den weltlichen und kirchlichen Würdenträgern begleitet eine große Menschenmenge den Heiligen durch einige Straßen der Altstadt Pamplonas. Nun ist der Augenblick der Tradition und der Frömmigkeit gekommen. Die Darstellung, die hier verehrt wird, ist eine Figur aus Holz aus dem 15. Jh., die 1687 mit Silber verkleidet wurde. Im Oval auf der Brust befinden sich Reliquien des heiligen Fermín.

Die 'Dianas'

Mit 'Dianas' bezeichnet man die täglichen Umzüge von 'La Pamplonesa', der städtischen Musikkapelle, durch die Straßen der Altstadt. Um 6.45 Uhr morgens läuft die Kapelle beim Rathaus los und erfreut ein buntes Publikum aus Frühaufstehern und Nachtschwärmern, die noch gar nicht im Bett waren, und aus Läufern, die sich auf das Stiertreiben vorbereiten.

Riesen und riesenköpfige figuren

Diese im Spanischen als 'Gigantes y Cabezudos' bezeichnete Festtruppe stellt mit Riesenfiguren einen königlichen Hof dar, dem eine riesenköpfige Leibwache, Kilikis und Zaldikos (Pferde) vorangehen. Die 25 Figuren aus Pappmaché ziehen an jedem Vormittag durch die Innenstadt.

Die Riesen sind die ältesten Figuren. Sie stammen aus dem Jahr 1850, sind 4,20 Meter hoch und wiegen zwischen 59 und 64 Kilo. Im Inneren steckt ein Tänzer. Es gibt vier Königspaare, die Amerika, Afrika, Europa und Asien darstellen und zum Klange der Txistu (einer typisch baskischen Flöte) und der Tamboril (einer Handtrommel) tanzen.

Die Kilikis stellen den Hofstaat dar, dessen Aufgabe es ist, das Volk zu erschrecken und zu unterhalten. Diese sechs Figuren sind mit Ruten aus Schaumgummi bewaffnet und gehen zum Entzücken der Kleinsten auf die Zuschauer los. Sie tragen Namen wie Coletas (Zöpfe), Patata (Kartoffel), Barbas (Bartträger), Verrugas (Warzen), Napoleon und Caravinagre (Essiggesicht).

Die Zaldikos, baskisch für 'Pferde', sind sechs Figuren aus Pappmaché, die von jungen Männern in roten und goldenen Anzügen getragen werden. Auch sie tragen Ruten. Die Riesenköpfigen laufen vor den Riesen uns sind die seriösesten Figuren der Truppe. Sie erregen durch ihre großen Köpfe Aufmerksamkeit und heißen: Japaner, Japanerin, Ratsherr, Großmutter und Bürgermeister.

 

Die 'Peñas'

Die Peñas sind Vereine leidenschaftlicher Freunde der Feste der Stadt, der Gründung in enger Beziehung zu den Sanfermines steht. Bei Stierkämpfen gehören sie zu den Hauptdarstellern. Sie haben ihre Plätze auf den Rängen in der Sonne und mit ihren Gesängen, ihrer Kleidung, ihren Wappen und Plakaten verleihen sie der Arena ein besonderes Flair. Nach dem Stierkampf gehen sie alle gemeinsam zum Plaza del Castillo, von wo aus sie dann getrennt durch die Straßen der Innenstadt ziehen.
Ihre Präsenz beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Stierkampf. Ihre Musik ist den ganzen Tag zu hören und sie verbreiten gute Laune in den Straßen. Bei ihren Umzügen darf ein Element nicht fehlen: Plakate, auf denen Episoden aus dem Leben der Stadt dargestellt sind. Ihre Lokale (in der Calle Jarauta und Umgebung) werden während der Volksfesttage zu tollen Bars, wo man 24 Stunden am Tag trinken, tanzen und sich vergnügen kann.

Im Ganzen gibt es 16 Peñas. Die älteste heißt 'La Única', 'Die Einzige', und wurde 1903 gegründet. Die übrigen heißen Muthiko Alaiak, El Bullicio Pamplonés, La Jarana, Oberena, Aldapa, Anaitasuna, Los del Bronce, Irrintzi, Alegría de Iruña, Armonía Txantreana, Donibane, La Rotxa, 7 de Julio San Fermín, San Jorge und El Txarko.

Auch wenn die Peñas in engem Zusammenhang mit dem San Fermín-Fest stehen, so treffen sich ihre Mitglieder doch das ganze Jahr über und organisieren verschiedene gastronomische, kulturelle und sportliche Veranstaltungen.

Veranstaltungen, musik und konzerte

Kein Zweifel, die Sanfermines sind ein Fest, das sich auf der Straße abspielt, wo man auch zahlreiche Aufführungen sehen kann, viele davon kostenlos. Der Veranstaltungskalender wiederholt sich zwar normalerweise jedes Jahr, aber man schaut doch besser ins Festprogramm, um den genauen Tag und die Anfangszeiten zu erfahren.
Schon morgens finden während der Sanfermines viele Veranstaltungen statt. Am 6. Juli gibt es ein großes Folklore-Festival auf dem Plaza de los Fueros. Auf diesem selben Platz kann man auch an mehreren Tagen Vorführungen baskischer ländlicher Sportarten sehen. Im Medialuna-Park findet man Vorführungen baskischer Kultur und im Bosquecillo täglich um 20.30 Uhr Vorführung von Tanz- und Musikgruppen der Regionalhäuser. In der Arena gibt es noch mehr Publikumsmagneten außer den berühmten Stierkämpfen, z.B. die 'Corrida Vascolandesa' oder den Wettbewerb der 'Recortadores', bei denen die Stiere nicht getötet werden und die Stierkämpfer den Tieren mit eleganten Bewegungen ausweichen.
Auf dem Plaza de Conde Rodezno gibt es spezielle Veranstaltungen für Kinder. Pferdefreunde werden sich auf den Viehmarkt freuen, der am 7. Juli stattfindet.
Und nachts ist natürlich auch viel los: Die Feuerstiere, Tänze, Feuerwerke, Konzerte usw. sorgen für Stimmung auf den Straßen der Pamploneser Innenstadt.

Während des gesamten Festes erklingt Musik in der Stadt. Die meisten Auftritte erfolgen spontan, aber auch im offiziellen Programm nehmen Konzerte und Tanzveranstaltungen breiten Raum ein. Täglich, außer am 7. Juli, organisiert die Stadtverwaltung Konzerte im Taconera-Park.
Unter den morgendlichen Konzerten wollen wir vor allem auf die 'Txistularis' verweisen, eine Darbietung professioneller Musiker. Dabei kommen zur 'Txistu', zur Flöte, noch andere Instrumente wie Pfeifen, Trompeten, Hörner, Posaunen, Tuben und Akkordeons.

Außerdem gibt es zahlreiche musikalische Darbietungen in den Straßen und nachts fehlen natürlich auch die klassischen 'Verbenas', Tanzveranstaltungen, und Konzerte aktueller Gruppen im Freien nicht.

Der rummelplatz

Der Rummelplatz, der allgemein als 'Las Barracas' bekannt ist, wird auf dem 'Recinto Ferial', dem Festgelände, aufgebaut. Rund hundert Buden und Fahrgeschäfte kommen zu den Sanfermines nach Pamplona. Hier gibt es Kinderkarussells, Attraktionen für ganz Mutige, Bars und Restaurants, Stände, an den Schmalzgebäck verkauft wird, Losbuden und vieles mehr. Eine ausgelassene Atmosphäre und grelle Farben, ein Bilderbuchvolksfest.

Feuerwerk

Vom 6. bis 14. Juli, jeweils um elf Uhr, wenn die Nacht sich in vollem Glanz präsentiert, findet in der Ciudadela ein buntes Licht- und Knallspektakel statt, das unzählige Pamploneser und Besucher anzieht. Am 7. Juli findet aus Anlass des San Fermín-Festes ein Feuerwerk mit musikalischer Untermalung statt. Den besten Platz hat man im Park Vuelta del Castillo, wo man sich ins weiche Gras setzen, das prächtige Feuerwerk genießen und eine Weile ausruhen kann, bevor man weiter feiert.


Pobre de mí

Dies ist der letzte offizielle Festakt. Die Pamploneser versammeln sich am 14. Juli um 24.00 Uhr auf dem Plaza Consistorial, um das Volksfest zu verabschieden und den Countdown bis zu den nächsten Sanfermines zu beginnen.
Der Bürgermeister erklärt vom Balkon des Rathauses aus das Fest offiziell für beendet und während auf dem benachbarten Plaza de Burgos Ketten von Feuerwerkskörpern abgebrannt werden, lädt er die ganze Welt ein, im nächsten Jahr wieder daran teilzunehmen. Obwohl dies der letzte offizielle Festakt ist, wird anschließend die ganze Nacht weiter gefeiert.
Das 'Pobre de mí' hat seinen Namen von einem Lied, das während dieser Nacht gesungen wird: 'Pobre de mí, pobre de mí, que se han 'acabao' las fiestas de San Fermín', 'Ach, ich Armer, ich Armer, das San Fermín-Fest ist vorbei'.
Rufen Sie die Website der Stadt Pamplona, wo man Videos von Parteien beobachten kann, nach der Schließung und direkter.