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Die stiere


Der Stier ist einer der unumstrittenen Helden der Sanfermines. Kampfstiere und Läufer treffen morgens um acht beim Encierro, dem Stiertreiben, dem berühmtesten Teil der Fiesta von Pamplona, aufeinander. Nachmittags findet der eigentliche Stierkampf statt, bei dem der Kontrast zwischen der Stille auf den Rängen im Schatten (den teuren Plätzen) und dem Geschrei der Stierkampffans auf den (billigeren) Rängen in der Sonne auffällt. Wenn die Nacht hereinbricht, findet der 'Encierrillo' statt. Dann werden die Stiere in aller Ruhe und ohne Läufer von einem Auslauf in einen anderen gebracht, nämlich in den von Santo Domingo, wo am nächsten Tag das Stiertreiben beginnt.

Züchter


Die besten Stiere werden nach Pamplona gebracht, um ein prächtiges Fest zu garantieren. Tiere von Züchtern wie Cebada Gago, Miura, Domecq oder Jandilla und anderen sind alljährlich vertreten, um dem Fest der Stiere Spannung zu verleihen.

Für die Zuchtbetriebe ist es ein Zeichen von hohem Prestige, wenn ihre Stiere für die Stiertreiben und Stierkämpfe angefordert werden, aber es bedeutet auch eine große Verantwortung. Millionen von Menschen beäugen die Tiere kritisch und fällen dann ein positives oder negatives Urteil.

Den Tieren einiger Zuchtbetriebe hat man von jeher bestimmte Eigenschaften bezüglich ihrer Tapferkeit zugeschrieben. Die meisten Spanier wissen, dass die Miura-Stiere gefährlich sind, große Hörner haben aber in der Arena nobel sind. Die Cebada Gago-Stiere gelten aufgrund ihrer Reizbarkeit als gefährlich; die Jandillas sind besonders furchtlos und stehen immer im Mittelpunkt spannender und dramatischer Stiertreiben. Wenn man Interesse daran hat, die Tiere aus der Nähe zu betrachten, so kann man die Zuchtbetriebe während des Sanfermín-Festes in den kleinen Stallungen besuchen. Besuchszeiten: 2-13 Juli, von 11.00 bis 13.30 Uhr und 16.30 bis 20.30 Uhr.

Das sortieren

Nachdem die Stiere den Matadoren zugelost wurden, werden sie von einander getrennt. Stierkampfkenner und Neugierige begutachten von einem Balkon aus das Aussehen und die Eigenschaften der Tiere. In Pamplona geschieht dies um ein Uhr mittags in den Gehegen der Arena. Der Zugang erfolgt über das Tor des Patio de Caballos.

Die maultiere

Der so genannte "Umzug der Reiter auf dem Plaza' ist eine seltsame Prozession, die sich vom 7. bis 14. Juli jeweils um 17.30 Uhr vom Rathaus zur Stierkampfarena begibt. Schwarzgekleidete Reiter mit Umhängen führen den Zug an, es folgen zwei Gruppen mit drei Maultieren und insgesamt 14 Maultiertreibern. Dann kommen die städtische Musikkapelle "La Pamplonesa' und schließlich eine bunte Menschenmenge.

Der stierkampf

Der Stierkampf bildet in Pamplona von jeher den Abschluss des Stiertreibens . Vom 7. bis 14. Juli findet jeweils um 18.30 Uhr eine Corrida statt, deren Besonderheit ihr Publikum ist. Orthodoxe Stierkampf-Puristen teilen die Ränge mit den jungen Leuten der Peñas (Stierkampfklubs), die in der Sonne sitzen und mit ihrer Farbenvielfalt, ihrer Lebhaftigkeit, den Gesängen und der Brotzeit, die sie beim Tod des dritten Stieres einnehmen, zu den Hauptdarstellern der Fiesta gehören. Es ist schwierig, an Eintrittskarten zu kommen, denn 90% werden schon im Voraus von Abonnenten gekauft. Am Besten stellt man sich an und kauft die Eintrittskarten am Ende einer anderen Corrida.

das kleine stiertreiben

Damit bezeichnet man das Treiben der Stiere am Abend vor der Corrida von den Ställen "Corrales del Gas' in die von Santo Domingo, wo das eigentliche Stiertreiben beginnt. Das kleine Stiertreiben findet nachts um elf Uhr statt. Die Strecke ist etwa 440 Meter lang. Im Unterschied zum großen Stiertreiben schaut man hier still zu und es gibt auch keine Läufer. Wer das kleine Stiertreiben sehen möchte, benötigt einen Passierschein, der einige Tage vor Beginn der Fiestas im Rathaus erhältlich ist.