So ist Pamplona

So ist Pamplona

 

Geographische Einführung


Pamplona ist die Hauptstadt der Foralgemeinschaft (Region mit Sonderrechten) Navarra und ihre Geschichte geht bis ins erste Jahrhundert vor Christus zurück, als die Römer die Stadt Pompaelo auf den Resten einer ehemaligen vaskonischen Siedlung gründeten. Die Stadt mit rund 200 000 Einwohnern befindet sich auf einer Hochebene (449 m über dem Meeresspiegel) und breitet sich beidseits des Flusses Arga auf einer Fläche von 23 km2 aus. Aufgrund ihres ozeanischen Klimas mit mediterranen Einflüssen sind die Winter hier kalt, die Sommer jedoch angenehm warm, mit einzelnen heißen Tagen und im wunderschönen Herbst herrschen hier ideale Temperaturen, die bis in den November andauern können.

Die Stadt besitzt zwei Universitäten, die Öffentliche Universität von Navarra sowie die anerkannte Universität von Navarra, und verfügt über ein erstklassiges Gesundheits- und Erziehungswesen. Das dank des San Fermín Festes auf der ganzen Welt bekannte Pamplona ist eine grüne, befestigte Stadt. Ihre gastfreundliche und dynamische Altstadt lädt zu einem gemütlichen Stadtbummel ein, der nur durch das unbedingt zu probierende gastronomische Angebot unterbrochen werden sollte.

Dank ihrer strategischen Lage im geographischen Zentrum Navarras ist Pamplona der ideale Ausgangspunkt, um die Region kennen zu lernen. Zudem befindet sich die Stadt auch in der Nähe von anderen touristisch interessanten Zielen wie Vitoria, Logroño und den herrlichen Stränden von Donostia / San Sebastián, die alle in weniger als einer Stunde zu erreichen sind. In einer guten Stunde sind auch die malerischen Ortschaften Hendaye, Saint Jean de Luz oder Biarritz an der französischen Küste zu erreichen und in etwas mehr als eineinhalb Stunden das Guggenheim Museum in Bilbao oder die Stadt Zaragoza.

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Ein wenig Geschichte


Pamplona wurde im Jahr 75 v. Chr. vom römischen General Pompeius unter dem Namen Pompaelo gegründet, als dieser auf der Anhöhe, wo sich heute die Kathedrale befindet und sich damals eine alte vaskonische Siedlung erhob, sein Heerlager einrichtete. Zwischen dem 4. und dem 7. Jahrhundert wurde Pamplona von Westgoten und Mauren erobert.
Im Mittelalter wurde Pamplona zur Hauptstadt zuerst des Königreichs Pamplona und später des Königreichs Navarra. Die Stadt war in drei Burgos, d. h. befestigte Stadtviertel unterteilt: Navarrería, San Cernin und San Nicolás. Die stetigen Konflikte zwischen Vaskonen und Franken der verschiedenen Stadtviertel bewogen König Carlos III. el Noble dazu, im Jahr 1423 das Privileg der Einheit zu unterzeichnen, dank dem Pamplona zu einer einzigen und einheitlichen Stadt wurde. Damals wurde das neue Rathaus errichtet, die Stadt erhielt ihr Stadtwappen und der Bau von zusätzlichen Befestigungen im Stadtinneren wurde verboten. Auch der damals bereits gut etablierte Jakobsweg durchquerte die Stadt und beeinflusste sie wesentlich.

Nach der Eingliederung von Navarra in Kastilien zwischen 1512 und 1515, wurde Pamplona zum Vorposten der Spanischen Krone an der Grenze zu Frankreich, weshalb diese Festungsstadt mit der Zitadelle, einer neuen Maueranlage (16. – 18. Jh.) verstärkt wurde.
Im 18. Jahrhundert begann die Modernisierung der Stadt mit Straßenbeleuchtung, Kanalisationssystem, neoklassizistischen Brunnen ... bis die Invasion der napoleonischen Truppen diesen Prozess unterbrach. Im Jahr 1915 wurde die Stadtmauer teilweise geschleift, um die städtische Expansion zu ermöglichen. Dies führte zur industriellen, sozialen und kulturellen Entwicklung der Stadt und schließlich zum Pamplona von heute.

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Die Sehenswürdigkeiten Pamplonas

Pamplona zeichnet sich insbesondere durch seine mittelalterlichen Befestigungsanlagen aus, die als einer der interessantesten und am besten erhaltenen Festungskomplexe ganz Spaniens gelten. Fünf Kilometer Mauerwerk, Bollwerk, Schutzwälle, Wachtürme und Festungsbauten, die unter nationalen Denkmalschutz gestellt wurden und deren Geschichte im Besucherzentrum der Befestigungsanlagen von Pamplona detailliert erklärt wird.

Innerhalb der Stadtmauern, in der Altstadt, befindet sich die Mehrheit der kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten. Ganz oben erhebt sich die Kathedrale Santa María (12. und 15. Jh.), die hinter ihrer neoklassizistischen Fassade einen der schönsten gotischen Kreuzgänge ganz Europas verbirgt. Sie beherbergt in ihrem Inneren auch die Ausstellung ”Occidens”, die mit dem Preis Core77 Design Awards von New York als beste Ausstellung der Welt ausgezeichnet wurde. Darin können Sie dank der neusten Technologien auf einer virtuellen Reise die verschiedenen Etappen unserer Geschichte entdecken.

Beim Bummeln durch Straßen und Gassen begegnen Sie den mittelalterlichen Festungskirchen San Saturnino und San Nicolás sowie zahlreichen Palastgebäuden wie dem Königlichen Generalarchiv von Navarra, dem ehemaligen Königspalast, einem emblematischen Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das vom Architekten Rafael Moneo restauriert wurde, dem Condestable-Palast, dem einzigen zivilen Bau aus dem 16. Jh. in Pamplona, sowie dem Palast von Navarra, dem Sitz des Regierungspräsidiums, der unter der Bevölkerung auch als Diputación bekannt ist.

Ebenfalls interessant ist das Rathaus in barockem und neoklassischem Stil, von dessen Balkon aus jeweils am 6. Juli die Rakete abgeschossen wird, deren als Chupinazo bekannter Böllerschuss das San Fermín Fest einläutet. Auch die 840 Meter lange Strecke des berühmten Encierro (Stierlauf) führt am Rathaus vorbei. Unbedingt sehenswert ist auch der Platz Plaza del Castillo im Herzen der Stadt, wo Sie an Orten wie dem mythischen Café Iruña, dem Gran Hotel La Perla oder der Bar Txoko auf die Spuren von Hemingway stoßen.

In Bezug auf Museen hat die Hauptstadt Navarras einiges zu bieten: das Museum von Navarra zeigt die Geschichte von Navarra von der Steinzeit bis zur Gegenwart, das von Rafael Moneo entworfene Museum Universidad de Navarra beherbergt eine Kunstsammlung mit Werken so berühmter Maler wie Picasso, Tàpies oder Kandinsky und das Planetarium hat neben Wanderausstellungen auch mit interessanten astronomischen Projektionen aufzuwarten. Das Oteiza-Museum, das sich in der 8 km von Pamplona entfernten Gemeinde Alzuza befindet, stellt das persönliche Werk des Künstlers Jorge Oteiza aus, der zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts gehört, während in dem 5 Kilometer von der Stadt entfernten Zentrum für Zeitgenössische Kunst HuArte Wanderausstellungen der bildenden Künste sowie der audiovisuellen Kunst zu bewundern sind.

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Grünzonen

Pamplona gilt als eine der spanischen Städte mit dem höchsten Anteil an städtischen Grünzonen. Besonders zu erwähnen sind fünf zauberhafte Parkanlagen: Ciudadela (Zitadelle), La Taconera, Media Luna, Tamaguchi und der Flusspark des Arga.
Die Parkanlage in der Zitadelle, die als bestes Beispiel militärischer Architektur der spanischen Renaissance angesehen wird, beherbergt mehrere Gebäude, die als Ausstellungsräume und Freizeitanlagen dienen. Im Taconera-Park mit etwas "Versailles-Atmosphäre" stößt der Besucher auf berühmte Denkmäler, alte Skulpturen, Brunnen und ein kokettes Café. Sein außergewöhnlichstes Element ist jedoch zweifellos der kleine Zoo in den Festungsgräben, in dem Hirsche, Enten, Fasanen, Ziegen, Schwäne und Pfauen friedlich zusammenleben.
Der Media Luna-Park ist der romantische Park der Stadt. Er wurde vom Architekten Víctor Eusa entworfen, hat die Form eines abnehmenden Mondes und besitzt einen Fischteich, einen gigantischen Mammutbaum sowie ein Café. Von hier aus genießt man eine wunderschöne Aussicht über den Fluss Arga. Yamaguchi ist ein Park in japanischem Stil, der den Namen der japanischen Partnerstadt von Pamplona trägt. Schließlich ermöglicht der Flusspark des Arga am Fuße der Stadtmauer einen herrlichen Spaziergang entlang des Flussufers. Hier entdecken Sie Enten, Kajaks, mittelalterliche und moderne Brücken sowie eine wunderschöne Naturlandschaft, die von der Festungsanlage und einer Reihe bunter Häuser eingerahmt wird.

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Fiestas


Die wichtigsten Festakte der Stadt finden zwischen dem 6. und dem 14. Juli statt, im Rahmen der international bekannten Sanfermines. Am 7. Juli wird dem Heiligen San Fermín gehuldigt, der zusammen mit San Francisco Javier als Schutzpatron von Navarra verehrt wird. Der 29. November ist San Saturnino gewidmet, denn dieser Heilige ist zusammen mit der heiligen Jungfrau Virgen del Camino der Schutzpatron der Stadt Pamplona.

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Gastronomie und Shopping


Pamplona kocht alle Aromen von Navarra, von den hervorragenden Gemüsespezialitäten der Gärten am fruchtbaren Ebro-Ufer bis zu den reichhaltigen Eintopfgerichten der Bergregion, daneben die traditionellen Produkte des Pamploneser-Beckens wie beispielsweise der Lammbraten, die Relleno-Wurst oder die Chistorra-Wurst, zwei typische und traditionelle Frischwurstspezialitäten.
In den Restaurants von Pamplona lässt sich für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas finden, – sogar im Restaurant mit einem Michelin-Stern – und überall werden die typischen Gerichte der Region serviert. Unbedingt zu empfehlen ist aber auch ein kulinarischer Rundgang durch die Altstadt, wo unzählige Kneipen mit ihren traditionellen Pinchos aufwarten: wahrhafte Leckerbissen der Haute Cuisine im Miniaturformat.

Auch im Shopping-Bereich herrscht ein vielseitiges Angebot: einerseits sind da die kleinen Läden mit hand- und hausgemachten Produkten sowie der seit jeher bestehende Marktplatz in der Altstadt, andererseits sind die berühmtesten Marken und multinationalen Geschäfte in den modernen Stadtvierteln Pamplonas (Ensanche) vertreten. Auch wenn Sie ein gastronomisches Souvenir suchen, haben Sie es leicht, denn in Pamplona finden Sie alle typischen Produkte Navarras: Produkte mit Herkunftsgarantie wie die Käse aus Roncal und Idiazábal, die roten Piquillo-Paprika, die Spargel, das Olivenöl aus Navarra oder die Weine mit Herkunftsbezeichnung D.O. Navarra und D.O.Ca. Rioja. Vergessen Sie auch den Pacharán genannten Anis-Schlehenlikör nicht, der in der Region äußerst beliebt ist, und kaufen Sie unbedingt etwas Süßes wie zum Beispiel das Süßgebäck der Konditorei Layana oder die hausgemachten Bonbons des Familienbetriebs Garrarte.

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