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Der Französische 1. Etappe: Von St. Jean-Pied-de-Port nach Orreaga/Roncesvalles (21 km.)

Der Französische 1. Etappe: Von St. Jean-Pied-de-Port nach Orreaga/Roncesvalles (21 km.)

St. Jean-Pied-de-Port ist eine wunderschöne französische Ortschaft in der Nähe von Ostabat, wo die drei Hauptwege der Jakobspilger auf französischem Terrain: der Podense von Le Puy, der Lemovicense von Limoges, der Touronense von Tours.

Wer diesen Streckenabschnitt wählt, hat folgende Möglichkeiten:

  1. Als Startpunkt, der leicht zugänglich und vor allem bei widriger Witterung empfehlenswert ist, sollte man den Ort St. Jean-Pied-de-Port und die Straße nach Luzaide/Valcarlos wählen.

    Dabei kommt man an mehreren Gasthöfen an der Grenze vorbei und wird linkerhand vom Fluss Luzaide begleitet. Auf einem schmalen Pfad gelangt man zum Parkplatz des ehemaligen Zollamts in Arnegi. Von da aus kann man entweder entlang der Nationalstraße NA-135 das Tal bis Luzaide/Valcarlos durchqueren oder aber dem markierten Weg folgen, der an der Wand eines Pelota-Spielfelds vorbei verläuft und bis in das Viertel Ondarla führt. Ab dem Friedhof geht es auf einem asphaltierten Weg weiter, der den Fluss anhand einer Brücke überquert und zur Kläranlage von Luzaide/Valcarlos führt. Nach diesem Ort trifft der Weg wieder auf die ursprüngliche Route, die der Nationalstraße NA-135 folgt.

    An der Kreuzung biegt man in Richtung Gainekoleta ab und folgt einer schmalen Straße bergab in das genannte Viertel. Zwischen den Häusern überquert man den Luzaide über eine Brücke und folgt dem parallel zum Fluss verlaufenden Weg auf halber Höhe eines Abhangs. Das Tal ist recht schmal und zeichnet sich durch abrupte Steigungen, geradlinige Wildwasserkanäle und Wälder mit Kastanien, Birken und Haselnusssträuchern aus. Nach Überqueren eines Kanals wechselt der Weg über eine Holzbrücke erneut auf die andere Uferseite und verläuft bergauf in Richtung Straße, auf der man bis man an den Weg nach Zabaleta weiterwandert. Dort verlässt man die Straße und folgt einem links am Asundegi-Kanal verlaufenden Pfad in ein kleines Tal. Auf dem Weg kommt man zunächst an den Wiesen des Zabaleta-Gehöfts vorbei und gelangt dann wieder in den Wald, wo die größten Steigungen dieser Strecke beginnen. Folgt man dem Verlauf einer Stromleitung, gelangt man in der Nähe des Gebäudes „Casa Guardiano“ wieder auf die Straße.

    Nach einigen Metern auf dem Asphalt geht es nun in einen Buchenwald. Der wunderschöne Weg führt langsam aufwärts zum Ibañeta-Berg. Von dort aus durchquert man die Otezilo-Talsohle und erreicht schließlich Orreaga/Roncesvalles.

  2. Die andere, wesentlich anspruchsvollere Route namens „Napoleon-Route“ verläuft vollständig durch die Berge. Man verlässt den Ort St. Jean-Pied-de-Port auf der zentralen Einkaufsstraße Rue d'Espagne und durchquert das gleichnamige Tor, um die befestigte Altstadt hinter sich zu lassen.

    Nach einem steilen Anstieg gelangt man in das kleine Viertel Honto. Von da an nimmt die Steigung weiter zu, und die Landschaft besticht durch eindrucksvolle Wellenformen und eine alpine Vegetation. Nachdem er den Pass von Bentartea überschritten hat, betritt der Pilger spanisches Territorium. Von der Höhe des Lepoeder aus kann man bereits von weitem das Tal von Orreaga/Roncesvalles erkennen.

    Vom Ibañeta-Berg aus geht es abwärts durch das Gelände, in dem einst die im mittelalterlichen französischen Rolandslied behandele Schlacht von Roncesvalles stattfand.

In Anbedacht der Härte dieser Etappe während der kalten Monate des Jahres verpflichtend wir die Alternative über Luzaide-Varcarlos.

Pilger mit dem Fahrrad

Wenn Sie sich entschlossen haben, die Strecke über die Straße zu machen, dann bringt sie die N-135 von Saint Jean de Pied de Port nach Pamplona. Wenn Sie lieber auf dem Weg bleiben möchten, dann finden Sie auf dieser Etappe eine konfliktive Stelle bei der Abfahrt von Bentartea. Es sind zwei Möglichkeiten ausgeschildert. Wir empfehlen, die längere zu wählen und sehr vorsichtig zu fahren, um auf den Alto de Ibañeta zu gelangen.

etapa 1

Was kann man am ende einer etappe unternehmen, und was ist sehenswert?

  • Geführte Besichtigung des Monumentalkomplexes (45-50 Minuten)
  • Segnung der Pilger in der Colegiata (montags bis freitags um 20:00h; Wochenende um 18:00h, außer im Sommer, um 19:00h)
  • Besuch der Käserei Roncesvalles - Orreaga (vorher Termin vereinbaren unter 948 760 115, von Montag bis Freitag)
  • Besuch der Gemeinde Auritz/Burguete mit ihren hübschen, zum Kulturgut erklärten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ihrem Friedhof, den das Kulturmagazin Adiós cultural 2014 als den schönsten Friedhof Spaniens bezeichnete. Besichtigung des Hotels (Hostal Burguete), in dem Ernest Hemingway in den Pyrenäen von Navarra abstieg, um zu angeln und zu entspannen.
  • Pilger, die die Napoleonroute von Saint Jean Pied de Port genommen haben, ohne Ibañeta zu passieren, können zu der Anhöhe aufsteigen (15-20 Minuten von Roncesvalles), wo sich die Kapelle San Salvador befindet, in der das erste Krankenhaus für Pilger in Roncesvalles untergebracht war, und außerdem den Ausblick vom Rolandsdenkmal über die Schlucht von Valcarlos genießen (ein zum Kulturgut erklärtes Gebiet und möglicher Schauplatz der berühmten Schlacht von 778).
  • Wer den Weg über Luzaide und/oder Ibañeta genommen hat, kann den Basajaunberro-Wald mit seinen einzigartigen Bäumen, der an eine Figur aus der navarrisch-baskischen Mythologie erinnert, bei einem einfachen Spaziergang vom Ort aus kennenlernen (Bestandteil der Ruta de la Brujería (Hexenroute) von Navarra).

    Wissenswerte Daten

  • Weitere Informationen: Fremdenverkehrsbüro Roncesvalles
  • Abstempeln des Pilgerausweises: Pilgerbüro (948760000); täglich von 10:00 bis 13:30h und von 16:00 bis 19:30h. Samstags und Sonntags bis 18:30h. Die Hotel Roncesvalles/Casa de los Beneficiados, Die Casa Sabina sowie die Herberge haben ihr eigenes Siegel, das offizielle der Colegiata bekommt man allerdings nur im Pilgerbüro.

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